Schadstoffe: Für Hersteller besteht Auskunftspflicht

Bild Spielzeug: Hersteller müssen über Schadstoffe Auskunft gebenDer Jahreswechsel ist für Warenanbieter mit verschiedenen Neuerungen verbunden. Beispielsweise sind Hersteller verschiedener Artikel nunmehr verpflichtet, Auskünfte über mehr als einhundert Chemikalien aus dem Warensortiment zu erteilen.

 

Die Chemikalien sind auf den ersten Blick nicht erkennbar

 

Ob Bratpfannen, Regenjacken oder Spielzeug – bei zahlreichen Artikeln ist es für den Laien nur schwer erkennbar, welche Chemikalien in der Ware enthalten sind. Während die Firmen auf eine Anfrage bereits seit 2007 über diverse Chemikalien Auskunft erteilen müssen, hat sich die Liste der zu benennenden Inhaltsstoffe seit 2013 um 54 weitere Chemikalien erhöht. Die Aufstellung der insgesamt 136 Schadstoffe betrifft Materialien, die gemäß der europäischen Reach-Verordnung als ‚besonders besorgniserregend’ eingestuft werden.

 

Einstufungsfaktor: ‚besonders besorgniserregend’

 

Dieser Liste gehören unter anderem so genannte Weichmacher an, die als Phthalate eventuell die Fortpflanzungsfähigkeit gefährden können. Zudem sind perfluorierte Carbonsäuren umstritten, die zum Beispiel zur Wasser- oder Fettabweisung dienen. Überschreiten die Produzenten in dem Artikel eine Konzentration von 0,1 Prozentpunkten, sind die Lieferanten verpflichtet, die Verbraucher auf eine Anfrage über die Anteile zu informieren. Diese Anfragen können mündlich, per E-Mail oder mit der Post erfolgen. Zudem offeriert der BUND ein Online-Formular, indem der Erhalt einer Antwort nach Angabe der Artikelnummer, des Produktnamens sowie der eigenen Kontaktdaten möglich ist.

 

Enthaltene Inhaltsstoffe verpflichten zur Antwort

 

Der Hersteller ist verpflichtet, auf diese Anfrage innerhalb von 45 Tagen zu antworten, wenn im Produkt ein auf der Liste aufgeführter Inhaltsstoff enthalten ist. Wurden hingegen keine ‚besonders besorgniserregenden’ Chemikalien verabreicht, muss der Hersteller die Anfrage nicht beantworten. Gehen Verbraucher trotz fehlender Antwort davon aus, dass die Produkte mit einem oder mehreren Schadstoffen versehen sind, steht es ihnen frei, den Artikel der zuständigen Kontrollbehörde zu melden.

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