Küchenkräuter aus eigenem Anbau

Bild Kräuter selbst ziehenFrische Kräuter verleihen jedem Gericht das sprichwörtliche „Tüpfelchen auf dem i“. Und keine Küchenkräuter sind frischer als jene aus eigenem Anbau. Hier gibt es Tipps und Tricks, wie Rosmarin, Thymian & Co. am besten gedeihen.

 

Die Vorbereitungen

 

Die einfachste Variante Kräuter selbst zu ziehen ist der Anbau im Topf auf dem Balkon oder der Terrasse. Grund dafür ist, dass wichtige Faktoren wie Boden- und Lichtverhältnisse so besser kontrolliert werden können. Zu Beginn sollten Hobbygärtner und -köche eine gewisse Grundausrüstung zum Anpflanzen von Kräutern besitzen. Dazu gehören zum Beispiel eine Pflanzschaufel, Dünger und geeignete Erde. Im Fachhandel oder Baumarkt gibt es spezielle Erdmischungen für Kräuter und Topfpflanzen. Auch auf Form, Größe und Material der Gefäße sollte geachtet werden. Diese haben unter anderem Einfluss darauf, wie oft die Pflanzen gegossen werden müssen. Eine gute Durchfeuchtung bieten etwa Gefäße aus Ton, die sich vor allem für anfällige Kräuter wie Dill, Basilikum und Estragon eignen. Auch auf die Größe kommt es an. Zu den großen Kräuterpflanzen gehören beispielsweise Lavendel, Liebstöckel und Rosmarin. Diese gedeihen am besten in Töpfen mit einem Durchmesser zwischen 30 und 40 Zentimetern. Für kleinere Arten wie Petersilie und Schnittlauch genügen Gefäße mit einem Durchmesser von 20 Zentimetern. Es empfiehlt sich generell, unterschiedliche Kräuterarten separat anzupflanzen, um den jeweiligen Standort- und Bewässerungsbedürfnissen besser gerecht werden zu können.

 

Der Standort

 

Nicht alle Küchenkräuter haben dieselben Ansprüche an ihren Standort und benötigen unterschiedliche Licht- und Bewässerungsverhältnisse. Generell gilt aber, dass die meisten Pflanzen einen Standort bevorzugen, an dem sie durchschnittlich um die fünf Stunden am Tag Sonnenlicht bekommen, um ihr Aroma optimal zu entfalten. Mediterrane Kräuterarten wie Salbei, Thymian und Basilikum fühlen sich bei kräftiger Mittagssonne am wohlsten und können daher auch gut beieinander stehen. Heimische Kräuter hingegen vertragen besser Orte mit Morgen- oder Nachmittagssonne. Dazu gehören unter anderem Kerbel, Petersilie und Dill. Es sollte auch unbedingt auf die Schädlingsanfälligkeit der Pflanzen geachtet werden.

 

Welches Kraut zu welchem Gericht?

 

Hobbyköche sollten sich genau überlegen, welche Gerichte sie am liebsten kochen und die anzupflanzenden Kräuter entsprechend auswählen. Als Gewürze für Kartoffeln eignen sich sowohl heimische Kräuter wie Majoran und Petersilie als auch mediterrane wie etwa Rosmarin und Thymian. Zur Verfeinerung von Salaten werden häufig Dill, Zitronenmelisse und Schnittlauch verwendet. Besonders zu Tomaten passen hervorragend Basilikum, Oregano und Thymian. Fischliebhaber pflanzen am besten Dill sowie zusätzlich Lavendel und Liebstöckel an.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.