Hundeliebhaber: Vierbeiner am Arbeitsplatz

Bild Hunde am Arbeitsplatz betreuenFast jeder Hundebesitzer kennt das Szenario: Die Betreuung für den Vierbeiner fällt kurzfristig aus, jedoch die Arbeit ruft. Was tun mit dem Gefährten in einer solchen Situation? Was sollten Tierliebhaber beachten, wenn sie Hunde mit ins Büro nehmen wollen?

 

Den Gefährten nicht allein lassen

 

Hunde sind gesellige Tiere und für viele ist der Mensch der einzige wirkliche Gefährte im Leben. Daher sollten voll Berufstätige ihren Vierbeiner nicht während ihrer Arbeitszeit für acht bis zehn Stunden am Tag allein zu Hause lassen. Vielmehr empfiehlt sich für den Hund eine Betreuung, die ihn in der Zwischenzeit ausführt, füttert und beschäftigt. Beispielsweise gibt es sogenannte Hundesitter, die sich individuell um den Hund kümmern und ihn oft sogar von zu Hause abholen und wieder zurückbringen. Eine andere Alternative sind Hundetagesstätten, kurz HuTas, die ähnlich wie KiTas funktionieren und in denen mehrere Hunde gleichzeitig betreut werden. Allerdings finden sich Hundebesitzer gelegentlich in dergleichen Situation wie Eltern wieder: Die Betreuung für den Hund fällt kurzfristig aus und es findet sich kein Ersatz. Was aber tun, wenn gleichzeitig die Arbeit ruft?

 

Dürfen Hunde mit ins Büro?

 

Gesetzlich ist diese Situation leider nicht geregelt. Es gibt also keinen Anspruch darauf, in solchen Situationen den Vierbeiner mit ins Büro nehmen zu dürfen. In manchen Firmen, vor allem Start-ups und kleinere Familienunternehmen, ist es Mitarbeitern generell erlaubt, ihre Hunde mit zur Arbeit zu bringen. Ist eine solche generelle Regelung nicht bekannt, muss als erstes der Chef um Erlaubnis gebeten werden. Dieser ist jedoch nicht dazu verpflichtet, seine Zustimmung zu geben. Argumente für den vierbeinigen Kollegen im Büro sind beispielsweise die Auflockerung der Atmosphäre und Abwechslung im Berufsalltag, die Förderung des Teamgeistes, wenn sich die Kollegen gemeinsam um das Tier kümmern, und auf viele wirkt ein Hund im Büro sogar stressmindernd und beruhigend. Wurde dem Hundebesitzer jedoch ausdrücklich verboten sein Tier mitzubringen, sollte er sich auch daran halten, denn im schlimmsten Fall droht sonst eine Abmahnung. In dieser Situation empfiehlt es sich, kurzfristig einen Urlaubstag zu nehmen oder sich unbezahlt freistellen zu lassen.

 

Was müssen Hundebesitzer beachten?

 

Das A und O für Tiere am Arbeitsplatz ist, dass sie weder ihren Besitzer noch seine Kollegen von ihren Aufgaben abhalten und den allgemeinen Arbeitsablauf im Büro nicht behindern. Eine entsprechende Erziehung bzw. Natur des Hundes ist also eine wichtige Voraussetzung. Dazu gehört die Befolgung von Kommandos und zwar auch, wenn diese leise geäußert werden. Als Störfaktor kann der Hund auch wahrgenommen werden, wenn er andere Personen anspringt oder bei jedem Klingeln des Telefons bellt. Herrchen oder Frauchen sollten dem vierbeinigen Freund einen Ruheplatz, zum Beispiel ein Körbchen am besten in ihrer Nähe, bereiten. Außerdem sind die gewohnten Mahlzeiten des Tieres wenn möglich einzuhalten. Die Mittagspause sollte in jedem Fall für einen Spaziergang genutzt werden. Darüber hinaus ist es unerlässlich im Voraus in Erfahrung zu bringen, ob unter den Kollegen Allergien bekannt sind. Auch entsprechende Ängste gegenüber Hunden müssen hier beachtet werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.