Was tun in der Heuschnupfenzeit?

Bild HeuschnupfenzeitJeder dritte Deutsche ist mittlerweile von einer Pollenallergie betroffen. Besonders die Frühjahrs- und Sommermonate sind für viele die schlimmsten. Wie können sich Allergiker besser vorbereiten und schützen? Antworten gibt es hier.

 

Pollenflug wird zur Qual

 

Pollenallergiker reagieren auf die Pollen von bestimmten Gräsern, Bäumen und Kräutern. Aus diesem Grund ist Heuschnupfen eine saisonal bedingte Allergie, die bei den Betroffenen zu unterschiedlichen Zeiten auftreten kann, abhängig davon, auf welche Pollen sie allergisch sind. Gelangen die jeweiligen Pollen in die Atemwege des Allergikers, so reagiert dessen Immunsystem mit einer Fehlsteuerung und es kommt zu einer überhöhten Histaminausschüttung. Diese äußert sich wiederum in den typischen Heuschnupfensymptomen wie tränende Augen und Juckreiz in der Nase, der zu heftigen Niesanfällen führen kann. Schlaflose Nächte und unangenehme Tage sind somit vorprogrammiert.

 

Wann fliegen welche Pollen?

 

Nicht alle Betroffenen sind auf dieselben Pollen allergisch. Als Auslöser sind jedoch die Pollen von im Frühjahr blühenden Laubbäumen am weitesten verbreitet. Zu den aggresivsten Pollen zählen beispielsweise die von Birke, Buche, Erle und Ulme. Hier kann es vereinzelt sogar schon ab Januar zu Pollenflug kommen. Von Juni bis August sind es besonders Gräser und Getreidesorten, die für Heuschnupfen sorgen. Dazu gehören zum Beispiel Ruchgras, Weizen und Roggen. Und auch im Spätsommer und Herbst kann es noch zu Pollenflug kommen, nämlich von den sogenannten Spätblühern, zu denen unter anderem Ambrosia und Beifuß zählen. Für Allergiker ist es daher wichtig zu wissen, auf welche Pollen sie reagieren und wann die jeweiligen Pflanzen ihre Blütezeit haben. Mithilfe eines Pollenflugkalenders und aktuellen Pollenflugvorhersagen können Betroffene so besser einschätzen, wann und wo sie besonders auf der Hut sein müssen.

 

Tipps für Allergiker

 

Die Befolgung einiger einfacher Tipps kann den Alltag mit Heuschnupfen für viele Allergiker vereinfachen. Zunächst sollten in der entsprechenden Pollenflugzeit die Fenster möglichst geschlossen gehalten werden. Abendliches Waschen der Haare verhindert, dass sich tagsüber im Haar abgelagerte Pollen im Kopfkissen festsetzen und so den Nachtschlaf erschweren. Auch die Kleidung sollte nicht mit ins Schlafzimmer genommen werden. Frisch gewaschene Kleidung sollte außerdem nicht draußen getrocknet werden, damit sich nicht da schon Pollen einnisten können. Tägliches Staubsaugen oder Wischen verhindert ebenfalls eine Ablagerung von Pollen in den eigenen vier Wänden. Aktivitäten im Freien sind für Allergiker besonders unmittelbar nach einem Regenschauer zu empfehlen, denn dann ist Luft von Pollen „reingewaschen“. Als Urlaubsziele eignen sich vor allem Orte am Meer und im Hochgebirge, da dort die Pollenbelastung merklich geringer ist. Wird die Belastung zu stark, können Betroffene auch auf hilfreiche Medikamente zurückgreifen.

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