Taschendiebstahl in Deutschland: Das sind die Hochburgen

Shopping mit TaschenIn einigen deutschen Großstädten scheint der Taschendiebstahl überhandzunehmen. In einigen Städten ist ein Anstieg von bis zu 78 Prozent zu verzeichnen. Leider liegt die Aufklärungsquote aber bei weniger als zehn Prozent. Wo es beim unaufmerksamen Shoppen besonders riskant wird, verrät unsere aktuelle Studie.

Der Einkaufsbummel, auch als Kreuzgang des Mannes bekannt, lässt Frauenherzen höher schlagen. Doch während gemütlich Schaufenster beschaut und Läden nach Schnäppchen durchstöbert werden, versuchen Kleinkriminelle die Ablenkung auszunutzen. Besonders in großen Menschenmengen ist Taschendiebstahl häufig, weshalb Großstädte auch stärker betroffen sind, als andere Plätze. Die Diebe haben es auf Uhren und Schmuck sowie Bargeld abgesehen und sind meist so schnell weg, dass man den Diebstahl mitunter nicht sofort bemerkt. Wird gleich die ganze Handtasche gestohlen, bemerkt man den Diebstahl zwar eher, aber auch hier sind die Täter sofort über alle Berge. Deshalb ist die Aufklärungsquote auch sehr gering.

 

Hochburgen des Taschenklau

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr in 76 Großstädten mehr als 379 Taschendiebstähle, bei denen die gesamte Tasche gestohlen wurde, bei der Polizei gemeldet. Insgesamt zählt die Polizeistatistik 138.477 Fälle auf. Shopping.de hat untersucht, in welchen Großstädten das Risiko eines Taschendiebstahls besonders hoch ist.

Als Hochburgen stellen sich laut Polizeilicher Kriminalstatistik für 2015 Metropolen wie Düsseldorf mit 1.423 Fällen je Tausend Einwohnern, Köln (1.229), Berlin (1.164), Hamburg (1.147) sowie Dortmund (767) heraus. – Im Vergleich zu 2014 stieg die Zahl der Fälle in den Großstädten um rund 10.000 an (+5%).

Städte mit dem größten Zuwachs sind Wolfsburg (+78%), Potsdam (+67%), Mannheim (+62%), Heidelberg (+41%) sowie Erlangen (+32%) und Oldenburg (+28%). Es gibt aber auch Orte, an denen sich die Lage offenbar verbessert hat und Taschendiebstahl eingedämmt werden konnte. Spitzenreiter ist hier die Saalestadt Jena in Thüringen, in der es 2015 zu 50% weniger Taschendiebstählen kam, als noch 2014. Ebenso erfreulich ist die Entwicklung in Saarbrücken (-41%), Trier (-30%), Kassel (-23%) sowie Regenburg (-22%) und Lübeck (-21%).

 

Die sichersten Großstädte

Generell lässt sich sagen, dass natürlich die Großstädte bzw. Touristenmetropolen stark von Taschendieben heimgesucht sind. Eine Ausnahme hierbei ist lediglich die Stadt München, denn mit vergleichsweise geringen 195 gemeldeten Taschendiebstählen je 100.000 Einwohner ist München eher sicher. Zum Vergleich: Der bundesweite Durchschnitt liegt bei 319 Taschendiebstählen je 100.000 Einwohner.

Zu den sichersten Großstädten, deren Quote deutlich unter dem Durchschnitt liegt zählen noch vor München aber Städte wie beispielsweise Jena, Reutlingen, Fürth, Magdeburg, Ausgburg, Erfurt, Ingolstadt, Chemnitz, Erlangen, Halle (Saale), Bergisch-Gladbach oder Heilbronn (weitere siehe Tabelle).

Angesichts der Taschendiebstahl-Hochburgen wie Düsseldorf, Köln, Berlin, Hamburg, Dortmund oder Heidelberg bleibt für das kommende Jahr zu hoffen, dass die Polizei auch hier noch erfolgreicher gegen Taschendiebstähle vorgeht. Die Aufklärungsquote ist aktuell nicht besonders hoch. Im vergangenen Jahr sind durchschnittlich nur 8,1 Prozent der Fälle aufgeklärt worden. Wir von Shopping.de empfehlen daher, Handtaschen immer eng am Körper zu tragen und nicht aus den Augen zu lassen.

 

Taschendiebstahl in Deutschland

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Taschendiebstahl

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