Speisen in richtigem Maß

Bild Speisen in richtigem MaßDiskussionen um eine ausgewogene und gesunde Ernährung sind in der heutigen Zeit in aller Munde. Wer behauptet, dass ein üppiges Pizza-, Pasta- oder Schnitzelmenü zur Abendzeit nicht dem Körper schadet, trifft im Regelfall auf Widerstand.

 

Doch exakt dieser landläufigen Meinung widerspricht Ernährungsberaterin und Diätassistentin Jutta Gerling vehement. Denn die Pizza Hawaii nach 20 Uhr ist ernährungstechnisch nicht falsch, sondern dient maximal als Anlass für ein schlechtes Gewissen. Diese Behauptung begründet die Expertin damit, dass das Speisen zur Abendzeit in mediterranen Ländern zum Alltag gehört und die Menschen in den Regionen weniger mit Übergewicht zu kämpfen haben als hierzulande. Vielmehr verlieren Personen, die abends nicht essen, nur an Gewicht, da eine Mahlzeit komplett entfällt.

 

Die richtige Ernährung kann nicht zeitig genug beginnen

 

In Kochkursen, die beispielsweise für ganze Schulklassen angeboten werden, erklärt Gerling die Grundlagen einer richtigen Ernährung. Hierbei erlernen die ‚Kochschüler’, dass Ver- und Gebote mit der richtigen Ernährung relativiert werden können und dass ein gewisses Höchstmaß an Kalorien pro Tag nicht überschritten werden sollte. Vom pedantischen Kalorienzählen rät die Ernährungsberaterin und Diätassistentin ab. Vielmehr sollten einige vereinfachte Regeln eingehalten werden, die sich an den Richtlinien der Ernährungspyramide vom öffentlich geförderten Auswertungs- und Informationsdienst für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten orientieren. Mit dieser Pyramide wird in einer vereinfachten Darstellung präsentiert, wovon sich Kinder, Männer und Frauen über den ganzen Tag verteilt am besten ernähren sollten. Dass Obst und Gemüse dabei nicht fehlen dürfen, ist allgemein bekannt. Aber Aussagen von Gerling zufolge spricht auch nichts gegen eine regelmäßige Zufuhr von Kohlenhydraten.

 

Die eigene Hand als Maßstab

 

Als Maß für die Portionierung empfiehlt die Spezialistin die eigene Hand. Möchte man gesund leben und trotzdem nicht hin und wieder auf Schokolade verzichten, sollten drei Scheiben Brot mit der Breite und Länge einer Handfläche sowie zwei Hände voll Obst und drei Hände voll Gemüse pro Tag nicht fehlen. Werden diese Ernährungsregeln eingehalten, spricht auch nichts gegen einen Besuch im Fast-Food-Restaurant, auch wenn dieser eher die Ausnahme bleiben sollte. Zudem verweist die Spezialistin darauf, dass ein Kontakt mit gesunder Nahrung für Kinder gar nicht zeitig genug beginnen kann. Aus diesem Grunde sollte die eigenhändige Zubereitung von Mahlzeiten mit frischen Zutaten allemal der Tütensuppe vorgezogen werden.

 

Kleine kulinarische Sünden sind erlaubt

 

Werden weitere Ernährungsgrundlagen beherzigt, ist eine kleine Sünde durchaus erlaubt. Beispielsweise sollte man wissen, dass ein fertiger Fruchtjoghurt sehr viel Zucker enthält und mit Obst und Honig angereicherter Naturjoghurt wesentlich gesünder ist. Weiterhin sollten Jugendliche vom übermäßigen Konsum herkömmlicher Cola Abstand nehmen und lieber auf die Zero-Version zurückgreifen. Fruchtnektar in rauen Mengen wirkt sich zudem ebenso negativ auf das Gewicht aus. Weiterhin rät Jutta Gerling dazu, Light-Produkte mit Bedacht auszuwählen. Da ‚Light’ nicht als geschützter Begriff gilt, können größere Anteile von Fett und Zucker trotzdem in den Waren enthalten sein – wer demzufolge mehr ‚light’ isst, riskiert schnell eine Gewichtszunahme.

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