Placebo-Effekt bei Pflege gegen Schwangerschaftsstreifen

Bild Viele Frauen cremen gegen SchwangerschaftsstreifenEine Schwangerschaft kann sehr schön sein. Zusammen mit dem Partner fühlt man die ersten Bewegungen des gemeinsamen Kindes und der Bauch rundet sich zusehens. Nur die Schwangerschaftsstreifen sind nicht so gern gesehen. Deshalb benutzen viele Frauen Pflegeprodukte, die diese nach der Geburt verschwinden lassen sollen. Ökotest hat 19 dieser Produkte auf Inhaltsstoffe testen lassen.

 

Unterstützt trotz Null-Effekt beim Wohlfühlen

 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Pflegeprodukte gegen Schwangerschaftsstreifen weder die Bildung noch die anschließende Schwere mildern. Die Theorie ist stimmig: die Cremes und Salben stimulieren durch das Eincremen oder Massieren den Stoffwechsel im Bindegewebe und die Durchblutung. Daneben wird die gespannte Bauchhaut mit Feuchtigkeit versorgt, was einen eventuellen Juckreiz verhindert. Außerdem wird das Massieren und Eincreme des Bauches als entspannend erlebt und dadurch wird das Wohlgefühl gesteigert. Obwohl also bei den Studienergebnissen kein Ergebnis erzielt wird, sind die Pflegeprodukte zumindest gut für das Wohlbefinden der Schwangeren.

 

Künstliche Duftstoffe enthalten

 

Die Inhaltsstoffe in den Pflegeprodukten werden überwiegend mit „sehr gut“ bewertet. Es besteht keine Gefahr für das ungeborene Kind, wenn die Cremes einmassiert werden. Zwei Produkte erhielten ein „gut“, was daran liegt, dass die Konservierungsstoffe nicht eindeutig zugeordnet werden konnten. Am schlechtesten schnitten drei Markenprodukte ab: die Vichy Schwangerschaftsstreifen-Creme fiel durch den Test, ebenso erhielten das Bi-Oil und die Produkten von Biotherm schlechte Bewertungen. Alle drei werden über Apotheken oder Parfümerien vertrieben. Grund für die ungenügende Bewertung der Vichy-Creme ist vor allem der Einsatz von Paraffinen, die für den Preis des Produktes nicht angemessen sind. So integrieren sich diese Stoffe nicht sehr gut ins Hautbild wie natürliche Fette und Öle. Außerdem ist in der Creme das allergieauslösende Chlorphenesin enthalten. Die Duftstoffe im Bi-Oil sind Hydroxycitronella und Lyral. Beide sind bekannt für die Auslösung von Allergien, die nicht nur juckend und Rötungen verursachen, sondern auch nässende Bläschen hervorrufen. Zusätzlich enthält das Öl einen künstlichen Moschusduft, der zu Leberschäden führen kann. Bei einer Schwangerschaft kann der Duft über die Haut aufgenommen oder mit der Muttermilch an das Baby weitergegeben werden, was Ökotest als bedenklich einstufte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.