Nur bei 9 Prozent der Handelsketten können Kunden selbst scannen

Bild Bezahlen mit KreditkarteNoch sind sie Randerscheinungen – Selbstbedienungskassen, an denen die Kunden ihre Waren selbst einscannen und bezahlen können. Das Portal shopping.de hat dazu 139 Handelsunternehmen zur Nutzung der Kassen befragt.

Das Ergebnis: Nur 9 Prozent der Unternehmen lässt seine Kunden selbst scannen, die meisten Scanner stehen in Lebensmittelmärkten, Elektro- und Warenhäusern. So bieten etwa Unternehmen wie Edeka, Kaufland und Real, aber auch Saturn und Bauhaus Selbstbedienungskassen für ihre Kunden an. 38 Prozent der Händler sehen in der Verkürzung der Wartezeiten einen entscheidenden Vorteil für sich selbst und die Kunden. Rund die Hälfte der Unternehmen äußerten sich gegenüber shopping.de, das positive Kundenfeedback bestärke sie darin, die Kassen auch weiterhin einzusetzen. Daneben dürfte jedoch auch die Kostenersparnis eine wichtige Rolle spielen, welche die selbst scannenden Kunden mit sich bringen.

Trotz der zum Teil positiven Resonanz auf die Selbstbedienungskassen ist ihr Anteil am gesamten Abrechnungsprozess im Handel eher gering. Besonders in Geschäften, bei denen der Kundenkontakt eine wichtige Rolle spielt, hat die Selbstbedienung an der Kasse keinen Erfolg. So entfernte die Modehauskette Peek & Cloppenburg nach mehrjähriger Testphase ihre Expresskassen wieder aus den Geschäften. Auch bei C&A verlief eine Testphase erfolglos.

Die befragten Unternehmen gaben verschiedene Gründe an, weshalb sie keine Selbstbedienungskassen nutzen. Vor allem der fehlende Kundenkontakt (40 %) und die Unvereinbarkeit mit der Produktpalette oder der Kaufabwicklung (38 %) macht die Einbindung der Kunden in den Abrechnungsprozess für die Unternehme uninteressant. Ein Zehntel begründen die Nichtnutzung damit, dass das Thema grundsätzlich keine Priorität habe, nur für einen geringen Anteil sind die Kosten für zu hoch (3 %) oder das System zu kompliziert (3 %).

Auch in der Gastronomie tut man sich mit der Selbstbedienung bisher noch schwer: Selbst die Fast-Food-Kette McDonalds setzt nur in 22 von insgesamt 1.415 Restaurants sogenannte Easy-Order-Terminals ein.

Hier geht es zur Pressemeldung.

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