Medikation sorgt für chronischen Schnupfen

Bild SchnupfenWinterzeit ist Schnupfenzeit. Der Kopf ist dicht, die Nase zu und wenn sie wieder offen ist, läuft sie ohne Rücksicht auf Verluste. Aber auch der schlimmste Schnupfen hat ein Ende, meist dauert es nur ein paar Tage, dann ist die Erkältung abgeklungen. Doch es geht nicht allen so: über zwei Millionen Menschen leiden in Deutschland an chronischem Schnupfen.

 

Ursachen nicht eindeutig

 

Eine zugeschnupfte Nase ist alles andere als angenehm: Nicht nur kann man kaum noch riechen und schmecken, auch entzünden sich die Naseninnenhäute durch das häufige Naseputzen, genauso wie sich die Haut rund um die Nase unangenehm rötet und schuppt. Für Menschen mit chronischem Schnupfen können die Auswirkungen sehr belastend sein. Die Ursachen dafür sind vielfältig.

 

Neben Viren auch anatomische Gründe

 

Chronischer Schnupfen entsteht nicht über Nacht. Es ist ein langsamer Prozess, der immer wieder von anderen Ursachen gespeist wird. Bei Kindern sind die Gründe für die sogenannte Rhinitis am leichtesten herauszufinden. Meist sind die Polypen – vergrößerte Rachenmandel – dafür verantwortlich. Diese können ohne größere Probleme per Operation entfernt werden. Bei Erwachsenen ist die Ursachenforschung nicht ganz so leicht. Der häufigste Grund für eine dauerverstopfte Nase ist eine schiefe Nasenscheidewand. Aber auch die sogenannten Nasenmuscheln – Schwellkörper in der Nase – können die Luftzufuhr behindern. Nasenmuscheln sind auch der Grund für geschwollene, entzündete Schleimhaut und dem unangenehmen Schleim in den Nasennebenhöhlen. Ein weiterer Grund können Allergene sein, die im Gegensatz zu Viren und Bakterien das ganze Jahr über vorhanden sind. Vor allem Hausstaubmilben, Haustiere oder Schimmelsporen sorgen für Niesanfälle und laufende Nasen. Wer bei Erkältungen zum rettenden Aspirin greift, kann eine ASS-Intoleranz entwickeln, aus der dann ein Dauerschnupfen werden kann.

 

Nasensprays helfen nicht immer

 

Betroffene können auch Hausmittel verwenden, um dem lästigen Schnupfen zu begegnen. Wichtig ist aber, dass das beliebte Nasenspray bei chronischem Schnupfen keine Lösung ist. Die häufige Nutzung des Sprays führt dazu, dass die Schleimhaut ohne diese Hilfe gar nicht mehr abschwillt. Das gilt nicht für die Nasensprays, die nur vom Arzt verschrieben werden dürfen, sondern für die auf dem freien Markt erhältlichen Produkte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.