Günstige Forellenfilets schneiden besser ab

Bild Fisch im TestGeräucherte Forellen wissen vor allem Feinschmecker zu schätzen. Die Leckerbissen gibt es sowohl abgepackt als auch lose von der Eistheke zu kaufen. Stiftung Warentest hat 20 geräucherte Forellen getestet und kam zu keinem besonders wohlschmeckenden Ergebnis.

 

Schmierige Oberfläche am Mindesthaltbarkeitsdatum

 

19 abgepackte geräucherte Forellen und eine, die als lose Ware bei Karstadt Feinkost verkauft wird, hat Stiftung Warentest überprüft. Keine der 20 Produkte wurde sehr gut bewertet. Das lag zumindest nicht an krankmachenden Keimen, die oft bei Fisch vermutet werden. Diese waren auf keiner der getesteten Forellen zu finden. Komplett durch den Test fielen die Filets von Gräflich Castell’sche Delikatessen. Ebenso wie bei den Forellen von Bio-Verde und Laschinger hing das mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum beziehungsweise dem Verbrauchsdatum zusammen: Die Filets von Gräflich waren am Mindesthaltbarkeitsdatum verkommen und wiesen eine schmierig Oberfläche sowie einen leicht gammeligen Geruch auf. Die Produkte der beiden letzteren Firmen schmeckten am Verbrauchsdatum bitter und erhielten somit nur eine ausreichende Bewertung.

 

Discounter-Forellen erhalten gute Bewertung

 

Unappetitlich war bei vielen Produkten auch der äußere Anschein: die Hälfte der Forellen wiesen Blutflecken und größere Gräten auf. Auch fielen sie auf dem angerichteten Teller auseinander, was bei einem festlichen Essen nicht unbedingt gewünscht ist. Erfreulicherweise schnitten aber doch sieben der getesteten geräucherten Forellen insgesamt gut ab. Noch besser ist, dass man für diese Filets nicht einmal tief in die Tasche greifen muss. Testsieger ist das „Vejle Forellen Filet mit Wacholder geräuchert“ vom Discounter Lidl. Auch die „Almare Seafood Regenbogen Forellenfilets“ von Aldi Süd und die „Rookhus Regenbogen Forellen Filets natur“ von Aldi Nord erhielten eine gute Bewertung. Pro 100 Gramm sind nur 1,99 Euro zu bezahlen, damit gehören alle drei Forellen zu den günstigsten im Test.

 

Ausreichende Kühlung wichtig für Aroma

 

Wer Forellen genießen möchte, sollte auf eine ausreichende Kühlung achten. Das fängt damit an, dass die Forelle am besten in der Kühltasche nach Hause transportiert und anschließend sofort in den Kühlschrank gelegt wird. Die Filets sollten nicht auf unbestimmte Zeit dort verweilen, wer Forellen kauft, sollte sie besser schnell verarbeiten. Und auch dann sollten sie nicht länger als eine halbe Stunde vor dem Verzehr aus der Kühlung genommen werden, sonst verlieren sie ihr Raucharoma.

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