Engagement bis der Magen schreit: Das hilft bei Sodbrennen

Bild Magenprobleme können belastenVerdauungsprobleme, darunter Sodbrennen, werden bekanntlich durch üppige, fettige oder säurehaltige Mahlzeiten begünstigt. Aber auch Dauerstress und ein hektisches Leben können sich auf den Magen auswirken und diesen zur übersteigerten Säureproduktion anregen.

 

Wie der Stressreport Deutschland ergeben hat, ist die steigende Belastung am Arbeitsplatz bereits ein Problem. Dazu trägt ein übervoller Terminkalender ebenso bei wie die tägliche E-Mail-Flut, eilige Telefonate und Ärger mit dem Vorgesetzten. Früher konnte man sich noch in der Betriebskantine beim Gespräch mit den Kollegen erholen, doch heute ist kaum noch Zeit für genussvolle Mahlzeiten oder eine regelmäßige Pause. Weil Liegengebliebenes oft zu Hause vollendet wird, gibt es auch am Feierabend keine Flucht aus der Stressfalle. Zeit und Lust zum Kochen fehlen oft und man greift stattdessen gern zum Fertiggericht oder versorgt sich an der nächsten Imbissbude.

 

Magenprobleme wegen Übersäuerung treten häufiger auf

 

Manche Betroffene entwickeln sich dadurch zu regelrechten „Stress-Essern“. Sobald sich Ärger anbahnt, wird dieser mit kleinen Snacks kompensiert. Gummibärchen oder Kekse müssen herhalten als Nahrung für die Nerven. Dazu gibt es eine Tasse starken Kaffee. In den Schubladen der Schreibtische werden Schokolade und Chips gebunkert, die nur hastig zwischendurch gegessen werden. Es wundert also nicht, dass nach aktuellen Schätzungen fast ein Drittel der Erwachsenen in der Bundesrepublik zeitweise oder regelmäßig über Sodbrennen oder andere, säurebedingte Magenprobleme klagt. Gefährdet sind vor allem Menschen, die sich im Beruf stark engagieren, häufig unterwegs sind und einer ausgewogenen, gesunden Ernährung kaum Beachtung schenken. Im Internet gibt es deshalb einen Sodbrennen-Test und viele Tipps zu diesem Thema.

 

Stress schlägt sich auf die Verdauung nieder

 

Für einen gesunden Verdauungsprozess ist die Magensäure erforderlich. Normalerweise greift sie die Magenschleimhaut nicht an, weil diese von einer dicken Schleimschicht geschützt wird. Säurebedingte Beschwerden können auftreten, wenn diese Schutzschicht geschwächt wird oder die Magensäure in die Speiseröhre gerät und hier die empfindlichen Schleimhäute reizt. Das kann geschehen, wenn zu viel Magensäure produziert wird oder die Verschlussfunktion des Ringmuskels, der sich am Mageneingang befindet, gestört ist – denn normalerweise wird dadurch der Inhalt des Magens zurückgehalten. Die Ursache für beide Störungen kann Stress sein: Cortisol, Adrenalin und andere Stresshormone sorgen nämlich für ein Ungleichgewicht im vegetativen Nervensystem, durch das unter anderem die Funktionen der Verdauungsorgane gesteuert werden. In Folge können saures Aufstoßen, Magenschmerzen und Sodbrennen auftreten.

 

Weniger Schmerzen durch Bindung der Säure

 

Um die unangenehmen Symptome des Sodbrennens dauerhaft loszuwerden, hat sich folgende Kombination bewährt: Mit einem Medikament wird die Magensäure schnell und anhaltend neutralisiert. Zugleich werden die Ess- und Lebensgewohnheiten angepasst. Dr. Reinhild Lohman, Apothekerin der Ambrosius-Apotheke in Ostbevern, sagt dazu: „Bei akutem Sodbrennen ist es wichtig, dass sich die Symptome schnell bessern und zudem eine länger anhaltende Wirksamkeit gewährleistet wird.“ Für eine effiziente Selbstmedikation bietet sich ihrer Meinung nach beispielsweise Maaloxan an, dem 2014 bereits zum achten Mal hintereinander vom Bundesverband Deutscher Apotheker e.V. die Auszeichnung Antacidum des Jahres verliehen wurde. Dank einer speziellen Wirkstoffkombination wird die Magensäure schnell gebunden und das Präparat legt sich außerdem als Schutzfilm über die empfindliche Magenschleimhaut. Dadurch ist die bedarfsgerechte Wirkung auch für einen längeren Zeitraum gewährleistet.

 

Essen steigert das Wohlbefinden

 

Wer beruflich stark beansprucht wird, sollte den Stress zusätzlich reduzieren. Die regelmäßige Integration von Ruhepausen sowie Phasen der Entspannung in den regulären Tagesablauf kann damit auch Beschwerden im Verdauungssystem vorbeugen. Zum Entspannen helfen Techniken wie die richtige Atmung, autogenes Training, Yoga und Meditation. Verspannungen können mit Saunagängen und entspannenden Bädern gelockert werden. Derartige Maßnahmen können sich auch positiv auf den nervösen Magen auswirken. Helfen kann es außerdem, auf eine gesunde und genussvolle Ernährung zu achten. Wer die Nahrungsmittel sorgfältig auswählt, zubereitet und anschließend bewusst genießt, leistet einen wichtigen Beitrag, um seinen Körper vital zu halten. Dazu gehört es auch, jeden einzelnen Bissen gut zu kauen und die Gerichte in Ruhe zu erschmecken. Weil sich die guten Vorsätze im Alltag oft nur schwierig umsetzen lassen, kann ein Antacidum zusätzlich gegen akutes Sodbrennen helfen.

 

Tipps für die Betroffenen

 

– Unser Magen wird von großen Mahlzeiten schnell überfordert. Mehrere kleine Portionen sind besser und können helfen.

 

– Nahrungsmittel sollten langsam gegessen und gut gekaut werden.

 

– Grundsätzlich sollte leicht Verdauliches gewählt werden, etwa mageres Fleisch mit Kartoffeln oder ein Gemüseeintopf.

 

– Abends zeitig zu essen ist besser als zu spät.

 

– Das Essen sollte nicht zu stark gewürzt werden, weil dadurch die Magensäureproduktion angeregt wird.

 

– Kräuter verbessern den Geschmack, belasten den Magen aber nicht.

 

– Liegen sollte nach dem Essen vermieden werden, weil in der Waagerechten Magensäure in die Speiseröhre fließen kann.

 

– Der Rückfluss der Säure wird durch enge Kleidung oder eine gebückte Körperhaltung begünstigt.

 

– Muskeldruck durch Sport oder schweres Heben sollte vermieden werden.

 

– Wer sein Normalgewicht halten kann, verringert den Druck, welcher auf dem Magen lastet.

 

– Tritt das Sodbrennen nachts auf, sollte der Oberkörper beim Schlafen leicht erhöht sein.

 

– Stilles Mineralwasser eignet sich als Getränk besser als kohlensäurehaltige Getränke und saure Säfte.

 

– Durch ausreichendes Trinken wird die Magensäure verdünnt. Als Faustregel gelten zwei Liter pro Tag.

 

– Der Genuss von Kaffee, Alkohol und Tabak sollte zumindest verringert werden.

 

– Weißmehlprodukte, Schokolade und Süßigkeiten sollten nur in Maßen genossen werden, weil dadurch die Magensäureproduktion angeregt wird.

 

Quelle: djd/Sanofi/thx

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