Bamberg ist Spitzenreiter beim Stromverbrauch

Bild Stromverbrauch in DeutschlandAuch wenn 2013 neue EU-Richtlinien zum Energiesparen verabschiedet wurden: zumindest in Deutschland hat sich der Stromverbrauch dadurch nicht wesentlich verändert. So lautet das Ergebnis einer 120-Städte-Studie des Energie- und Versicherungsportals Preisvergleich.de. Dennoch gibt es von Stadt zu Stadt gravierende Unterschiede.

 

Unterschied zwischen Ost und West

 

Die Studie konnte nicht bestätigen, dass Besserverdienenden auch mehr Geld für Strom ausgeben. Hamburg beispielsweise gehört zu neben Stuttgart und München zu den Städten mit dem höchsten Einkommen. Trotzdem lag der Stromverbrauch absolut im Durchschnitt. In Städten wie Freiburg im Breisgau, Worms, Ulm oder Ingolstadt haben die Einwohner ebenfalls ein höheres Einkommen, gehörten aber sogar zu den stromsparenden Städten. So führt ein volleres Portemonnaie nicht automatisch zu mehr Stromausgaben. Umgekehrt ist es allerdings durchaus so, dass ärmere Deutsche mit einem deutlichen Durchschnittseinkommen unter 18.000 Euro Strom sparen. Die davon betroffenen Städte liegen vor allem in Ostdeutschland. Halle, Dresden, Plauen oder Spitzenreiter Schwerin gehörten zu den Städten mit der höchsten Stromersparnis. Generell zeigt die Studie auf, dass es deutliche Verbraucherunterschiede zwischen den ost- und westdeutschen Städten gibt. Durchschnittlich verbrauchten die ostdeutschen Einwohner 2013 1.614 kWh pro Kopf, bei den westdeutschen Bürgern waren es 1.885 kWh pro Kopf.

Passau spart zehn Prozent beim Verbrauch

 

Die größten Stromverschwender kommen mit einem durchschnittlichen Stromverbrauch von 2.105 kWh aus Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland. Spitzenreiter ist Bamberg, gefolgt von Regensburg, Osnabrück und Aachen. Trotz verschärfter EU-Richtlinien stieg der Stromverbrauch in einigen Städten sogar noch an. Oldenburg beispielsweise verbrauchte 2013 8,3 Prozent mehr als 2012. In Bremerhaven lag der Mehrverbrauch bei 5,7 Prozent. Dagegen sorgen die Bürger in Passau für erfreuliche Nachrichten: ebenso wie in Aschaffenburg und Fürth ging der Stromverbrauch sogar zurück. In Passau um ganze zehn Prozent, in Aschaffenburg und Fürth um 4,1 und 3,8 Prozent.

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