Kriminelle knacken Millionen von E-Mail-Adressen

Passwörter sichernEs ist ein Szenario, dem viele Menschen mit Sorge entgegengeblickt haben: dem Identitätsdiebstahl im Netz. Genau das ist jetzt auch eingetroffen. Nach Angaben des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) wurden 16 Millionen E-Mail-Adressen samt Passwörtern von Kriminellen geknackt.

 

Überprüfung der eigenen Adresse

 

Ein Identitätsdiebstahl im Internet kann unangenehm werden: jemand anderes liest die persönlichen und eventuell auch wichtigen beruflichen Mail, postet skurrile Meldungen im eigenen Namen auf sozialen Plattformen oder kauft auf Kosten des Account-Inhabers ein. Deshalb ist es wichtig zu erfahren, ob die eigene E-Mail-Adresse samt Passwort auch zu den betroffenen gehört. Eigens dazu hat das BSI die Webseite www.sicherheitstest.bsi.de eingerichtet. In die Maske kann die eigene E-Mail-Adresse eingegeben werden. Gehört diese zu den geknackten Adressen, wird eine Mail mit entsprechendem Inhalt und Hilfestellungen an diese geschickt. Wessen Adresse und Passwort nicht betroffen sind, bekommt auch keine E-Mail zugesendet. Die Webseite kann unter Umständen wegen Überlastung kurzfristig nicht aufzurufen sein.

 

Für jeden Account eigenes Passwort

 

Wessen Passwort geknackt wurde, sollte laut BSI am besten alle Passwörter ändern, die in Kombination mit der betroffenen E-Mail-Adresse genutzt werden. Für mehr Sicherheit sollte generell nicht nur ein Passwort für mehrere Dienste verwendet werden. Viele User nutzen dasselbe Passwort nicht nur für ihren E-Mail-Account sondern auch als Zugang für Facebook, Twitter oder das Online-Shopping. Damit wird Kriminellen ihre Arbeit erleichtert: haben sie ein Passwort, haben sie alle. Deshalb empfiehlt BSI für jeden Account ein anderes Passwort anzulegen. Auch sollte überprüft werden, ob auf dem Rechner eine Schadsoftware installiert ist. Diese beobachten beispielsweise Anmeldevorgänge und können sogar direkt manipulativ in Transaktionen eingreifen und sind somit häufig auf betroffenen Rechnern zu finden. Die Software lässt sich aber wieder beseitigen und es gibt Schutzmaßnahmen, die im Vorfeld ergriffen werden können. All dies erklärt das BSI ebenfalls auf seiner Homepage.

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