Download-Grenze für Telekom-Kunden

Bild Download-GrenzeAuch wenn die Gerüchte noch längst nicht bestätigt sind, gibt es ernsthafte Anzeichen dafür, dass für viele DSL-Kunden der Telekom schon bald neue Spielregeln gelten. Mehrere Berichte deuten darauf hin, dass das Unternehmen eine Geschwindigkeitsdrosselung für Viel-Downloader plant, die ein festgelegtes Pensum überschritten haben.

 

Vor allem DSL-Kunden sind von den neuen Spielregeln betroffen

 

Eher halbherzig dementiert die Telekom die Vermutung, dass DSL-Nutzer nach dem Erreichen eines gewissen Datenvolumens drastische Geschwindigkeitseinbußen hinnehmen müssen. Einer Aussage des Technikblogs ‚Fanboys’ zufolge hat eine anonyme Mitarbeiterin der Telekom interne Unterlagen weitergeleitet, die als glaubwürdig eingestuft werden können. Ein Eintrag dieser Unterlagen verweist darauf, dass ab dem 2. Mai 2013 eine einheitliche Drosselung von VDSL-, DSL- sowie Fiber-Tarifen eingeführt wird.

 

Nur Neukunden sind von den Bestimmungen zur Drosselung betroffen

 

Von dieser Regelung sind aller Voraussicht nach keine Bestandskunden, sondern nur Neukunden betroffen. Bereits jetzt ist in den Mobilfunkverträgen verankert, dass sich nach einer Inanspruchnahme des bereitgestellten Volumens die Geschwindigkeit verlangsamt – allerdings wird diese Drosselung im Regelfall nicht umgesetzt. Weiteren Angaben zufolge wird diese Drosselung bei DSL-Kunden ab einem Datenvolumen von 75 Gigabyte aktiviert. VDSL- sowie Fiber-Kunden wird hingegen ein Maximum von 200 bzw. 400 Gigabyte gesetzt.

 

Entsprechende Überlegungen bestätigt die Telekom

 

Allerdings stehen noch einige Fragen im Raum und die Telekom müsste beispielsweise eine Lösung zur Klärung der Frage finden, wie das hauseigene IPTV-Angebot ‚entertain’ geregelt werden soll. Eine Möglichkeit würde darin bestehen, dass diese Offerten nicht von dieser Regelung betroffen sind. Auf eine direkte Anfrage hin bestätigt die Telekom, dass Überlegungen zur Drosselung von DSL-Anschlüssen tatsächlich existieren. Allerdings sind nur Spekulationen darüber möglich, wie fortgeschritten die Diskussionen über dieses Thema sind. Allerdings gibt der Telekommunikationskonzern bereits zu verstehen, dass eine Begrenzung des in den Tarifen enthaltenen Datenvolumens durchaus in Frage kommen könnte. Allerdings betrachtet die Telekom diese Entwicklung als einen Vorteil, da Kunden mit dieser Regelung nur noch das Datenvolumen bezahlen müssen, das sie tatsächlich verbraucht haben. Bisher wird die Nutzung der Kunden einfach quersubventioniert. Bereits im vergangenen Jahr hat der Internetprovider Kabel Deutschland eine Bandbreitendrosselung für seine Filesharingdienste und One-Click-Hoster vorgenommen.

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