Bundesnetzagentur stärkt Verbraucherrechte

Bild DSL-Anbieter WechselManchmal verläuft vor allem der Wechsel zwischen verschiedenen Telefon- und/oder Internetanbietern alle andere als reibungslos. Theoretisch gesehen würde jeder, der mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis seines aktuellen Telekommunikationsanbieters unzufrieden ist einfach den Anbieter wechseln. Leider geht es in der Praxis so einfach nicht. In der Realität sieht es oft so aus, dass viele Kunden häufig bis zu mehreren Wochen auf dem Trockenen sitzen und kein Internet und Festnetztelefon nutzen können. Nun hat die Bundesnetzagentur sich eingeschaltet.

 

Ärgerlich für Privatnutzer

 

Während man auf die Freischaltung des neuen Anbieters wartet, hat der alte den Anschluss schon gekündigt. Verbraucher fühlen sich in so einer Situation meist allein gelassen. Besonders schlimm wird es, wenn die Situation plötzlich eintritt. Auf einmal funktioniert zu Hause der E-Mail-Abruf nicht mehr, keine Webseite baut sich mehr auf und auch das Festnetztelefon gibt kein Geräusch mehr von sich. Alternativ lässt sich die Zeit natürlich mit dem Smartphone überbrücken, doch wenn man keine Flatrate hat, kann das ein sehr teureres Unterfangen werden und unbequem ist es allemal auf einem viel kleineren Display zu surfen und Texte für beispielsweise E-Mails einzutippen.

 

Geschäftsschädigend für Unternehmen

 

Für Unternehmen hat solch eine spontane Versorgungsunterbrechung vor allem finanzielle Konsequenzen. Der Geschäftsbetrieb kann im schlimmsten Falle nicht mehr aufrechterhalten werden, wenn die Kommunikation so drastisch ausgefallen ist. Mit finanziellen Einbußen ist in so einer Situation immer zu rechnen, wie groß diese am Ende tatsächlich ausfallen, hängt von der Dauer des Ausfalls und weiteren Faktoren wie etwa der derzeitigen Auftragslage ab.

 

Bundesnetzagentur schaltet sich ein

 

In diese unliebsame Situation hat sich nun die Bundesnetzagentur eingeschaltet. In einer kürzlich veröffentlichten Pressemitteilung hat das Ministerium klargestellt, dass neben dem neuen Anbieter auch der alte, abgebende Anbieter in der Pflicht steht, für einen möglichst unterbrechungsfreien Wechsel zu sorgen. Notfalls muss der alte Anbieter die Versorgung wieder aufnehmen, bis der neue Anbieter einspringt. Der Präsident der Bundesnetzagentur Jochen Homann hat angekündigt, notfalls auch Fälle untersuchen zu lassen, wo der alte Anbieter die Weiterversorgung nicht sichergestellt hat. Das Ziel ist es, dass solche Wechselprozesse in Zukunft effizienter und vor allem automatisch gestaltet werden und damit eine Grundlage für einen funktionierenden Wettbewerb in der Telekommunikationsbranche sichergestellt wird.

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