Geocaching – die Schnitzeljagd für Erwachsene

Bild Neuer FreizeittrendDie Schnitzeljagd ist erwachsen geworden. Früher war sie der Höhepunkt der Kindergeburtstagsparty. Kinder flitzten auf der Suche nach Hinweisen zu dem Schatz durch das Unterholz, die Erwachsenen kleben noch schnell einen Zettel am Baum fest. Heute heißt die Schnitzeljagd Geochaching. Immer mehr Menschen gehen diesem Trend nach.

 

Auf der Suche nach dem Cache

 

Bei der Schnitzeljagd war der Schatz der ersehnte Gewinn. Beim Geocaching ist der Weg das Ziel. Und der ist häufig gar nicht so ohne. Statt Pfeile oder Holz- beziehungsweise Papierschnitzel wird der Sucher per GPS (Global Positioning System) durch die Landschaft gelotst. Ziel ist es, sogenannte Caches, das englische Wort für Depot oder Lager, zu finden. Inzwischen gibt es weltweit über 270.000 dieser Caches, in Deutschland sind es rund 20.000 Depots, die auf den Finder warten. Je schwerer ein Cache zu finden ist, desto mehr Punkte gibt es. Manche sind in den Bergen des Himalaya versteckt, in der Wüste Sahara oder auch fünf Meter unter was Meeresoberfläche.

 

„Geben und Nehmen“ lautet das Motto

 

Die Caches gibt es in unterschiedlichen Größen. Üblich, weil praktikabel, ist das Filmdöschen. In diese Döschen liegt meist ein kleines Geschenk für den Finder. Dieser darf es gern als Erinnerung mitnehmen, aber nur, wenn er im Gegenzug für den Nachfolgenden etwas hinterlässt. So wird kein Geocacher enttäuscht, wenn er sein Ziel erreicht hat. Wer ein Depot gefunden hat, trägt sich in das Logbuch ein, damit der Erfolg auch dokumentiert wird. Dann wird der Cache wieder an derselben Stelle versteckt, damit ihn andere finden können. Auf der dazugehörigen Internetseite wird der Fund, auch mit Fotos, der Öffentlichkeit präsentiert. So weiß nicht nur jeder, dass man den Cache tatsächlich gefunden hat, der Verstecker beispielsweise kann verfolgen, was mit seinem Schatz passiert.

 

GPS-Gerät allein reicht nicht aus

 

Der Verstecker selbst stellt die Koordinaten zu seinem Cache ins Internet, damit die Geochacher wissen, wo etwas versteckt ist. Das GPS-Gerät reicht allerdings nicht zur Suche aus, Landkarten und Kompass sollten ebenfalls eingesteckt werden. Denn das GPS muss nicht genau sein, Abweichungen von fünf bis fünfzehn Metern sind nicht ungewöhnlich. Dann ist es wie in der Kindheit: die Suche führt letztendlich doch wieder durch Buschgelände oder durch das Unterholz.

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