Test: 20 von 50 Badeartikeln fallen beim TÜV durch

Bild Badeartikel im TestWer mit Kindern in den Badeurlaub fährt, kann gar nicht genug an Wasserspielzeug, Schwimmtieren, Luftmatratzen oder Schwimmsitzen für das Baby mitnehmen. Darum kaufen viele Eltern die Badeartikel praktisch vor Ort ein. Wie der TÜV Rheinland jetzt prüfte, sind aber nicht alle Artikel risikofrei.

 

Einkauf in europäischen Badeorten

 

Zum vierten Mal kauften die Prüfer des TÜV Reinlands in den beliebtesten europäischen Badeorten aufblasbare Schwimmartikel ein und kontrollierten diese auf die Erfüllung der europäischen Mindeststandards. 2009 fielen dabei über 60 Prozent der getesteten Produkte durch. Auch wenn 2010 und 2012 eine leichte Verbesserung anstand, wurden doch immer noch rund 40 Prozent der Artikel als verkehrsunfähig eingestuft. In diesem Jahr fielen 20 der 50 gekauften Badeartikel durch den Test, da sie die europäischen Mindestanforderungen an die Sicherheit nicht erfüllen und somit eigentlich gar nicht verkauft werden dürfen.

 

Schadstoffbelastung oder Risiko durch verschluckbare Kleinteile

 

Von Mai bis Juni 2013 erwarben die Prüfer die Wasserspielzeuge in Griechenland, den Niederlanden, Spanien, Belgien und auch in Deutschland für unter zehn Euro pro Stück. Im Labor wurde die aufblasbaren Artikel dann auf Verkehrsfähigkeit und Sicherheit getestet. Ein hohes Sicherheitsrisiko fand sich vor allem bei aufblasbaren Gummitieren, da sich bei einigen Produkten Kleinteile wie Ventilstöpsel lösten, die verschluckt werden können. Aus diesem Grund fielen beispielsweise der Schwimmring vom italienischen Hersteller Bestway oder die Kinderluftmatratze „Surfer“ von Ruby Toys durch den Test. Vor allem bei Schwimmringen wurde häufig suggeriert, dass diese Schutz vor dem Ertrinken bieten, was aber nicht der Fall ist. So beispielsweise von dem spanischen Vertrieb Safari Sub oder dem niederländischen Hersteller Van der Meulen. Einige der getesteten Produkte enthielten hohe Mengen an Schadstoffen, wie beispielweise das „Dolphin Boat“ von Bestway oder der Schwimmringhase von dem französischen Hersteller A Conserver.

 

Ware im Vorfeld genau betrachten

 

Da die Anzahl der risikobehafteten aufblasbaren Badeartikel hoch ist, empfehlen die Prüfer des TÜV Rheinland, die Ware im Vorfeld genauer zu begutachten. Besonders der unangenehme Geruch, scharfe Kanten oder dünner Kunststoff sind Anzeichen für schlechte Qualität. Am besten ist der Kauf bei sicheren Quellen oder großen Handelsketten, bei denen regelmäßig die Qualität überprüft wird.

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