Holzbausteine vs. Roboter

Bild HolzspielzeugWer heute Kinderspielzeug einkaufen will, gerät schnell in Gewissensnot: Sollen es die Holzbausteine oder doch lieber das elektronische Auto-Spielhaus sein? Der Kampf zwischen traditionellen Spielwaren und elektronischen Neuerungen hat auch die Kinderspielzimmer erreicht.

 

Spielzeug mit elektronischem Mehrwert

 

Der Trend geht dabei zu modernen Neuerungen. Die Hersteller von Spielsachen werten ihre Produkte vermehrt mit Elektronik auf. Das wurde zumindest auf der diesjährigen Nürnberger Spielmesse deutlich. Dort wurden Lerncomputer oder Kuscheltiere, die per Handy-App gefüttert werden möchten, vorgestellt.

 

Online-Handel als Konkurrenz

 

Ein wichtiger Grund dieser Entwicklung ist die Konkurrenz des Internets. Gerade im Bereich Videospiele sind die Umsatzzahlen aufgrund der kostenlosen Netzspiele zurückgegangen. Obwohl der Spielzeug-Markt laut dem Fachhandelsverband „idee+spiel“ sogar an Umsatz zugewonnen hat, haben die Mitglieder mit einem leichten Umsatzrückgang zu kämpfen. Die Erklärungen suchen sie im Preiskampf mit dem Online-Handel.

Erschwert wird der Branche eine Umsatzsteigerung auch dadurch, dass die Spielzeughersteller den Handel unter einem Marktanteil von einem Prozent aus Kostengründen nicht mehr ohne Weiteres beliefern. Das gilt besonders bei Liebhaber-Stücken wie Modelleisenbahnen und -autos, die deshalb vermehrt auf speziellen Internetbörsen ge- und verkauft werden.

 

ToyAward 2013 für traditionelle Spielwaren

 

Nichts desto trotz sind die traditionellen Spielzeuge weiterhin beliebt. Auch das wurde auf der Nürnberger Messe bestätigt. Dort wurde auch in diesem Jahr der ToyAward verliehen. Im Bereich „Baby & Infant“ gewann der Tobbles Neo von Fat Brain Toy Co., ein klassisches Spielzeug zum Förmchen-Ineinanderstecken. In der Kategorie „PreSchool“ gewann das Familien-Brettspiel „Nacht der magischen Schatten“ von Habermaaß GmbH. Auch die Gewinner in den Rubriken „SchoolKids“ und „Teenager & Family“ kommen ohne elektronischen Zusatz aus. Lediglich in der eigens dafür eingerichteten Kategorie „Toys 3.0“ gewann der sogenannte „RoboMe“, ein Roboter mit Smartphone-Aufsatz. Der Benutzer kann sich oder einen anderen fotografieren und dem RoboMe so ein eigenes Gesicht geben.

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