Fingermalfarben sind für Kinder nicht ungefährlich

Bild Spielzeuge für KinderFingerfarbe macht Spaß. Vor allem Kinder lieben die dickflüssigen Farben, mit denen es sich so wunderbar auf Fenster malen lässt. So lassen sich die Kindergarten- und Schulräume bunt verzieren. Ökotest hat jedoch herausgefunden, dass die Farben gar nicht so gesund sind, wie sie für die Kleinen sein sollten.

 

Ungesunde Konservierungsmittel in den Farben

 

Fingerfarbe besteht hauptsächlich aus Wasser. Dazu kommen natürlich noch die Farb- und Füllstoffe sowie Mitteln, um die Farbe zu binden und feucht zu halten. Kinder schmieren gern mit den Farben herum. Um ungesunde Keime zu verhindern, die durch schmutzige Hände oder Aufbewahrung halbgeleerte Farben bei Zimmertemperatur entstehen, mischen die Hersteller noch Konservierungsmittel bei. Aber genau bei diesen Mitteln sieht Ökotest die größte Gefahr: Diese haben nämlich selbst eine gesundheitsschädigende Wirkung. Obwohl die Zusammensetzung der Farben durch eine Norm vorgeschrieben ist, halten sich nicht alle Hersteller daran. Wenn man sich vor Augen ruft, dass Kinder die Farbe teilweise stundenlang auf der Haut haben oder auch schnell mal probieren, ist das kein schönes Szenario.

 

Falsche Deklaration auf Verpackung

 

Von den 14 getesteten Farben fielen nur zwei Produkte nicht durch. Die anderen 12 Farben schnitten mit einer „mangelhaft“ oder „ungenügend“ ab. Die Bewertung „sehr gut“ bekamen die Eco Fingerfarben von SES und die Nawaro Fingerfarben von Ökonorm erhielten immerhin noch ein „gut“. Vor allem die Menge und Art der Konservierungsstoffe in den anderen Farben wurden von Ökotest als bedenklich eingestuft. So beschreibt Hersteller Feuchtmann sein Produkt Klecksi Wasserlösliche Fingermalfarben als gesundheitliche unbedenklich, obwohl der giftige Farbstoff o-Anisidin enthalten ist. Besonders schlecht schnitt die Art&Fun Wasserlösliche Fingermalfarbe von Simba ab: nicht nur enthielt das Produkt einen deutlich höheren Anteil an dem krebserregenden Stoff 2,4-Toluylendiamin als gesetzlich erlaubt, sondern die Inhaltsstoffe wurden direkt falsch deklariert. So steht zwar Natriumbenzoat und Naringin auf der Verpackung, Ökotest konnte jedoch beide Stoffe nicht nachweisen. Auch die Stylex Toppoint Finger-Malfarben schnitten schlecht ab: trotz Deklaration fehlte der Bitterstoff, der verhindert, dass Kinder sich die Farbe nicht von den Fingern lecken. Außerdem enthielt das Produkt ein giftiges Konservierungsmittel, dessen Anteil höher ist, als gesetzlich erlaubt. Somit dürfte diese Farbe gar nicht verkauft werden.

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