Trekkingstiefel müssen viele Erwartungen erfüllen

Bild Wandern mit TrekkinstiefelnEine Wanderung in den Bergen oder in holprigem Gelände macht erst dann richtig Spaß, wenn die Schuhe auch richtig passen. Trekkingstiefel sind für alpine Touren wie gemacht, erst beim Querfeldein-Wandern oder auf unbefestigten Wegen zeigen sie ihr wahres Können. Stiftung Warentest hat 15 Exemplare genauer unter die Lupe genommen.

 

Nicht nur robust, auch atmungsaktiv und wasserdicht

 

Trekkingstiefel sollen nicht nur stabil, robust und bequem sein. Sie müssen außerdem noch Halt bieten und auch bei Regen die Füße trocken halten. Aus diesem Grund bestehen die Stiefel aus einem robusten Obermaterial, so dass Steine und Äste den Stiefel nicht durchdringen können. Üblich ist hierbei eine Mischung aus Leder und Synthetikgewebe, damit der Stiefel nicht ganz so steif ist. Andere bestehen komplett aus Leder. Die Sohle ist dicker als bei Wanderschuhen üblich und hat ein starkes Profil. Der Schaft geht bis über die Knöchel, damit diese nicht umknicken können. Im Innenfutter des Stiefels wird eine atmungsaktive, wasserdichte Schicht eingearbeitet, die vor Nässe schützt. Warentest weist ausdrücklich darauf hin, dass zu den Trekkingstiefeln nicht die Leichtwanderschuhe oder Bergstiefel mit Steigeisen gehören.

 

Im Praxistest überzeugten alle teuren Modelle

 

Knapp 200 Euro kosten die geprüften Stiefel im Durchschnitt. Die Ausnahme ist ein Trekkingmodell von Lidl für 21 Euro. Obwohl es in Sachen Atmungsaktivität oder Wasserdichte durchaus mit den teureren Exemplaren mithalten kann, lag das Modell beim Praxistest auf Mallorca ganz hinten. Das liegt vor allem daran, dass der Schuh sowohl leicht als auch weich und instabil ist. Für erdige oder Schotterwege ist das Modell deshalb nicht geeignet. Die meisten Stiefel schnitten im Praxistest allerdings gut ab, darunter die Modelle von Hanwag, Lowa oder Meindl.

 

Vaude und Jack Wolfskin nicht gut beim Thema Feuchte

 

Gute Trekkingstiefel müssen vor allem mit Feuchtigkeit umgehen können. Das gilt sowohl von außen durch Regen als auch von innen. In einem Wasserbad wurden die 15 Stiefel drei Stunden lang auf die Wasserdichte geprüft. Durch Modelle, die nicht wasserdicht sind, entstehen neben dem allgemeinen Unwohlsein der Füße schneller Blasen. Erfreulicherweise hielten fast alle Modelle dicht bis auf den Stiefel von Jack Wolfskin. Bereits nach eineinhalb Stunden begann Wasser in den Schuh einzudringen. Im Testbereicht der Atmungsaktivität schnitten nur vier Exemplare gut ab. Besonders schlecht bei der Rücktrocknung schnitt das Modell von Vaude ab, es trocknete besonders langsam.

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