So lagert man gesundes Gemüse richtig

Bild Gemüse richtig lagernFrische Lebensmittel müssen im Kühlschrank gelagert werden? Kann stimmen, muss aber nicht – denn vielen Obst- und Gemüsesorten ist der einfach zu kalt. Vieles bleibt dort zwar (länger) genießbar, verliert dafür aber an Geschmack. So zum Beispiel Tomaten, die im Kühlschrank an Aroma einbüßen, oder Gurken, die bei Temperaturen unter 7 Grad welk und schlapp werden. Andererseits können aber auch zu viel Wärme und Licht schädlich sein und wichtige Vitamine und Inhaltsstoffe zerstören. Umso wichtiger ist es, dass man bei der Lagerung von Obst- und Gemüsevorräten einige grundlegende Tipps befolgt.

 

So bleibt alles knackig-frisch

 

Nur wenn Luftfeuchtigkeit und Temperatur stimmen, bleiben Obst und Gemüse knackig und frisch. Das gilt auch für den Weg bis zum Supermarkt, bei dem Transport und Lagerung konsequent kontrolliert werden müssen. Empfehlenswert ist es daher, auf das blaue QS-Prüfzeichen zu achten, das auf den Produktenverpackungen von Salaten, Tomaten und Kräutern angebracht ist. Wer Obst und Gemüse am liebsten lose kauft, fragt am besten direkt den Lebensmittelhändler nach Herkunft, Transport und Lagerung der Ware.

 

Gemüse richtig lagern

 

Einheimische Gemüsesorten wie Salat, Kohl und Brokkoli lagert man am besten im Gemüsefach des Kühlschranks. Südfrüchte und Obstsorten, wie zum Beispiel Erdbeeren, Nektarinen und Pfirsiche hingegen bevorzugen es etwas wärmer – optimal sind etwa 13 °C. Auch Kartoffeln, Tomaten, Paprika, Auberginen, Zucchini, Gurken und Grüne Bohnen sind eher kälteempfindlich und im Keller oder einem kühlen Vorratsraum am besten aufgehoben. Übrigens: Wenn der Salat mit dem Strunk nach oben im Gemüsefach lagert, hält er länger.

 

Diese Gemüsesorten sind gerne unter sich

 

Ein bunt gemischter Obstkorb sieht lecker aus – meist jedoch nur für einige wenige Stunden. Dann sehen die Früchte recht schnell alt aus. Das liegt an dem Reifungsgas Ethylen, das Obstsorten während der Lagerung produzieren und mit dem sie andere Obst- und Gemüsesorten regelrecht „anstecken“, sodass auch diese schneller altern. Deshalb sollten unterschiedliche Sorten grundsätzlich lieber getrennt aufbewahrt werden. Ethylen-empfindlich sind vor allem Birnen, Blaubeeren, Tomaten, Blattgemüse (z.B. Salat), Blumenkohl, Bohnen, Broccoli sowie Kartoffeln und Lauch. Besonders viel Ethylen geben zudem Äpfel, Pflaumen, Mangos, Birnen, Blaubeeren, Pfirsiche, Nektarinen und Tomaten ab.

 

Schneller Frischetest

 

Frisch einkaufen ist eine Sache, frisch essen eine andere – und zwar die wichtigere. Deshalb überprüfen Sie vor der nächsten Einkaufstour zunächst Ihre Vorräte zuhause. Was ist noch da, und was davon ist noch frisch und verwendbar? Das ermittelt man ganz einfach im Frischetest, den Lore Mauler, Hauswirtschaftsmeisterin und Botschafterin des Landfrauenverbands, verrät: „Ist die Oberfläche fest und glatt – ohne weiche Stellen? Sind die Blätter grün und prall, die Schnittkanten feucht? Das sind eindeutige Zeichen für Frische.“

 

Mehr Informationen zur richtigen Lagerung von Obst und Gemüse gibt es auf der Website der EU-geförderten Kampagne „QS-live. Initiative Qualitätssicherung“.

 

Foto: djd/www.qs-live.de

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