Daunendecken versprechen mehr als sie halten

Bild Daunendecken im TestHäufig wird schon am Wochenanfang an das kommende Wochenende gedacht. Zwischen Arbeitsalltag, Familienleben und Weihnachtsstress spielt vor allem das Ausschlafen eine große Rolle. Aufzuwachen und sich dann nochmal in die kuschelige Decke einzumummeln, davon träumen viele. Doch sind die Decken wirklich so gut, wie die Hersteller versprechen? Stiftung Warentest hat 14 Bettdecken geprüft.

 

Decke vom Dänischen Bettenlager als „gut“ bewertet

 

Bei Bettdecken zählt weniger das Äußere als das Innere. Es sind die Daunen und Unterfedern von Enten und Gänsen, die den Schlafkomfort erhöhen. So schützen diese die Tiere vor Nässe und Kälte. In Bettdecken verpackt, wird die Feuchtigkeit, die beim Schlafen entsteht, in den Federn gespeichert und von Körper wegbefördert. Auch wird die Wärme am Körper gehalten. Elf Daunen- und drei Synthetikdecken untersuchte Warentest, die preislich zwischen 80 und 500 Euro liegen. Doch nur eine einzige Bettdecke, die Daunendecke vom Dänischen Bettenlager, wurde mit einem „gut“ bewertet. Alle anderen Bettdecken schnitten aus unterschiedlichen Gründen schlechter ab.

 

Frage nach Daunen-Herkunft nicht geklärt

 

Zehn Daunendecken bekamen vor allem deshalb nur ein „ausreichend“ oder „mangelhaft“, weil sie nicht ausschließen konnten, dass die Daunen von lebenden Tieren kommen. Dabei spielte es keine Rolle, ob die Decke preislich hochwertig ist oder nicht. Lediglich der Hersteller Kauffmann bekam ein „befriedigend“ in dieser Kategorie. Seine Decke ist mit 500 Euro die teuerste unter den getesteten Produkten, doch auch das nützt nicht viel: nach dem Waschtest war die Füllung verrutscht und die Wärme wurde nicht mehr gespeichert, ebenso wurde die Haltbarkeit mit einem „mangelhaft“ bewertet.

 

Mehr Federn als deklariert in Decken

 

Negativ überraschend war für die Prüfer auch, dass zwar sämtliche Anbieter einen Daunenanteil erster Klasse von mindestens 90 Prozent versprechen. Tatsächlich sind die Daunen allerdings minderwertig und der Anteil entspricht nicht dem Etikett. Stattdessen werden Federn in die Decken gefüllt, die die Wärme allerdings nicht so gut halten wie Daunen. In der Kategorie Schlafeigenschaft wurden immerhin sechs der 14 getesteten Decken mit einer guten Note bewertet.

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