Studie: Jeder sechste Deutsche erkrankt am Stress

Bild Krank durch StressEine eigene Familie, einen erfüllenden Beruf und nebenbei noch der Haushalt: die Aufgaben und Ziele im Alter zwischen 35 und 45 Jahren sind zahlreich. Doch fühlen sich laut einer Umfrage der Techniker Krankenkasse (TK) immer mehr Menschen durch diese Wünschen und Verpflichtungen ausgelaugt und erschöpft.

 

Frauen sind besonders gefährdet

 

Es sind vor allem die Frauen, die unter den vielfältigen Verpflichtungen leiden. Der Stress die eigenen Kinder, den Beruf, Ehepartner und auch die Eltern unter einen Hut zu bringen, führt immer häufiger zu stressbedingten Erkrankungen. Für die Umfrage der Techniker Krankenkasse wurden 1000 Männer und Frauen ab 18 Jahren befragt. Demnach trägt vor allem die Altersgruppe zwischen 35 und 45 Jahren ein hohes Risiko, an Burnout zu erkranken. Frauen haben zusätzlich auch noch sehr hohe Ansprüche an sich selbst und setzen sich damit zusätzlich unter Druck.

 

Mehr Stress in der Großstadt

 

Positiv ist, dass laut der Studie Kinder nicht der größte Stressfaktor sind. Vielmehr ist es der Beruf, der viele nicht zur Ruhe kommen lässt. Das gilt vor allem für Großstädte. Metropolen können nicht nur Rastlosigkeit und Unruhe verursachen, auch fühlen sich viele Hamburger, Berliner oder Kölner verpflichtet, rund um die Uhr erreichbar zu sein. Das führt dazu, dass fast sechs von zehn Deutschen sich gestresst fühlen. Dicht auf folgen familiäre Konflikte sowie die Kindererziehung, welche dicht verwoben mit finanziellen Sorgen sind. Frauen sind besonders gefährdet, da sie immer noch am ehesten in Elternzeit gehen, beziehungsweise Kindererziehung und Haushalt meist in ihren Aufgabenbereich fallen.

 

Nicht nur psychische Beschwerden

 

Psychische Erkrankungen können nicht die einzige Folge von zu viel Stress sein. Auch Magen- oder Kopfschmerzen sowie Schlafstörungen können auf eine zu hohe Belastung zurückzuführen sein. Nicht zu unterschätzen ist auch die Gefahr, zu viel Druck mit Alkohol, Aufputsch- oder Beruhigungsmitteln auszugleichen. Dabei muss Stress nicht immer schlecht sein: die Studie zeigt auch, dass Stress auch als Herausforderung angesehen werden kann und somit die Produktivität steigern kann. Allerdings gehört dazu auch, dass man seinen Beruf nicht als reine Geldquelle ansieht, sondern auch Spaß daran hat.

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