Grenzen setzen gegen dauerhafte Erreichbarkeit

Home OfficeFlexibilität ist das Wort, dass Arbeitgeber gern hören und erwähnen. Das gilt nicht nur für den Standort eines Arbeitsplatzes, sondern vor allem für die Erreichbarkeit des Mitarbeiters. Durch Smartphones und Tablets ist, laut einer Studie von Bitkom, bereits jeder Dritte 24 Stunden am Tag für seine Arbeitskollegen erreichbar.

 

Auch nach Feierabend eine Mail an den Kollegen schicken

 

Die Füße hochlegen, mit Freunden kochen oder eine Runde laufen. Noch vor zwanzig Jahren wurde nach dem Feierabend nicht mehr an die Arbeit gedacht. Heute können Arbeitnehmer mit Smartphones und Tablets auch nach Feierabend noch kurz eine berufliche Mail schreiben oder schnell den Ablauf für das morgige Seminar an den Kollegen schicken. Laut eine repräsentativen Umfrage des IT-Branchenverbands Bitkom nutzen bereits rund dreißig Prozent der Arbeitnehmer diese Möglichkeit.

 

Immer häufiger Arbeit von zu Hause aus

 

Die ständige Erreichbarkeit hat sowohl Vor- als auch Nachteile. Die Arbeitszeit kann besser eingeteilt werden, da auch unterwegs gearbeitet werden kann. Arbeitnehmer mit Kindern können von zu Hause aus arbeiten und somit Beruf und Familie unter einen Hut bekommen. Das sogenannte Home Office wird jedoch auch kritisch beäugt, fürchten doch viele eine ungewollte Vermischung von Beruf und Freizeit. Das Aufweichen dieser Grenzen führt unter anderem zu Stress bei den Betroffenen.

 

Flexibilität hat Vorteile und Nachteile

 

Für die Personalverantwortlichen haben die mobilen Geräte auf den ersten Blick viele Vorteile. Aus diesem Grund sind auch nur knapp dreißig Prozent der Unternehmen für Regelungen der Erreichbarkeit außerhalb der regulären Arbeitszeiten. Unter anderem sind rund 60 Prozent der Befragten der Meinung, dass sich durch eine flexible Arbeitseinteilung vermehrt Fachkräfte an das Unternehmen binden lassen. Im Gegensatz dazu unterstützen allerdings nur 27 Prozent der Arbeitgeber aktiv die Arbeit von Hause aus. Als Grund wird genannt, dass das Home Office die Kommunikation zwischen den Mitarbeitern erschwert.

 

Abgrenzung ist schwer

 

Die E-Mail ist aus diesem und anderen Gründen mittlerweile die beliebteste Art der Kommunikation zwischen Mitarbeitern. Über 60 Prozent checken auch nach Feierabend noch ihren Posteingang. Die dauerhafte Erreichbarkeit fordert von Mitarbeitern ein neues Maß an Selbstorganisation.

Bitkom befragt für seine Studie 505 Berufstätige und Arbeitgeber in 854 Unternehmen.

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