Preis der Leipziger Buchmesse zum zehnten Mal verliehen

Bild Highlights zur BuchmesseDie Leipziger Buchmesse hat ihre Türen wieder geschlossen. Der Besucheransturm sorgte aber auch in diesem Jahr wieder für einen Besucherrekord: rund 175 000 Menschen wollten sich auf der Messe über die Neuigkeiten zum Thema Buch informieren. Getuschelt wurden vor allem über den Vertriebskonzern Amazon und dessen Einstieg ins Papiergeschäft sowie über die Preisträger Saša Stanišić, Helmut Lethen und Robin Detje.

 

Amazon steigt ins deutsche Verlagsgeschäft ein

 

Wer schnell und auch günstig Bücher kaufen möchte, wendet sich an Amazon. Doch der Handelsriese ist auch, zumindest in den USA, am Verlagsgeschäft beteiligt. Deutschland ist der nächste Markt, in dem sich der Konzern austoben möchte. Thema war vor allem die Ansage, dass dies nicht nur digital geschehen soll, sondern auch auf Papier. Die zahlreichen Fragen, wie genau das funktionieren sollte, wurden allerdings vor Ort nicht erläutert. Der Experte zu dem Thema, Laurenz Bollinger, glänzte durch Abwesenheit. Eine Stellungnahme von Amazon wird aber sicher nicht lange auf sich warten lassen.

 

Preisträger in drei Kategorien

 

Deutlich konkreter verlief die Verleihung des Preises der Leipziger Buchmesse 2014. Seit zehn Jahren verleiht die Leipziger Buchmesse diesen Preis in den Kategorien Belletristik, Sachbuch / Essayistik und Übersetzung. In diesem Jahr hatten 136 Verlage rund 410 Titel eingesandt. Jeweils fünf Titel pro Kategorie hatte eine siebenköpfige Jury im Vorfeld nominiert. In der Kategorie Belletristik gewann der gebürtige Bosnier Saša Stanišić mit seinem Titel „Vor dem Fest“. In dem Buch wird die Nacht vor einem Dorffest beschrieben, seine Bewohner mit den schrulligen Eigenheiten sowie Begebenheiten, die dank eines Einbruchs ins Dorfarchiv wieder lebendig werden. Helmut Lethen erhielt den Preis in der Kategorie Sachbuch / Essayistik für sein Buch „Der Schatten des Fotografen“. In dem Buch zeigt Lethen auf anhand von berühmten Fotos und Fotografen auf, warum Fotos immer noch die größte Wirkung auf uns haben und wie viel Wirklichkeit in diesen steckt. Robin Detje wurde für seine Übersetzung des Titels „Europe Central“ des Amerikaners William T. Vollmann geehrt. Laut Jury hat Detje den Roman über Terror, Revolution und Krieg im 20. Jahrhundert bestmöglich mit seiner Übersetzung eingefangen.

 

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