Hörbücher so beliebt wie nie

Bild Hörbücher2013 war das Rekordjahr für Hörbücher. Laut einer Auswertung von GfK International gingen im vergangenen Jahr rund 14 Millionen Hörbücher über den Tresen. Diese Zahlen sind vor allem einem verstärkten Engagement der Buchhandlungen zu verdanken.

 

SnapCards als Geschenkidee

 

Hörbücher führen in Buchhandlungen immer noch ein Nischendasein. Doch so langsam wächst das Bewusstsein nicht nur in den Köpfen von Hörern, sondern auch von Buchhändlern. Das Hörbuch wird aus der Ecke hervorgeholt und separat präsentiert. Auch die Verlage lassen sich einiges einfallen, um die Buchhandlungen beim Verkauf zu unterstützen. Denn auch wenn die Konkurrenz durch Download-Portale enorm zugenommen hat, kaufen die meisten Hörbuch-Hörer immer noch im Laden. Das Dilemma entsteht dadurch, dass Hörbücher auf CDs zwar haptischer als Download-Dateien sind, letztere aber deutlich mehr Volumen speichern können. Durch Flatrates kostet auch ein mp3-Hörbuch nicht mehr über 10 Euro. Um den Buchhandel dennoch zu stärken hat eine Kooperation aus Verlagen und Vertriebsunternehmen das Projekt Snapload ins Leben. Hörbücher und auch E-Books sind als Snapcards, Plastikkarten, die Gutscheinkarten nachempfunden sind, im Laden zu kaufen. Wird der aufgedruckte Download-Code auf der entsprechende Webseite eingegeben, steht der Inhalt zur Verfügung. Zielgruppe dieser SnapCards sind vor allem Käufer, die mp3-Hörbücher verschenken möchten.

 

Krimis beliebter als Belletristik

 

Besonders gern kaufen Hörbuchhörer Krimis und Fantasy-Titel als Hörspiele. Aber auch die klassische Lesung ist wieder auf dem Vormarsch. Neu erschienen ist beispielsweise „Sharpes Gold“ von Bernhard Cromwell, gelesen von Torsten Michaelis. Protagonist Sharpe soll einen Schatz aufspüren, dessen Gold den britischen Truppen helfen soll, die in Portugal vor einer Niederlage stehen. Doch ein Partisanenführer stellt sich ihm in den Weg. Sharpe hat damit nicht nur einen neuen Feind, er kämpft auch erneut um die Liebe einer Frau. Dabei müssen auch mal Städte zerstört werden. Ebenfalls neu auf dem Hörbuchmarkt ist “Totenfrau“ von Bernhard Aichner, gelesen von Schauspieler Christian Berkel. Bestatterin Blum hat ein schönes Leben. Sie ist verheiratet, hat zwei Kinder und fährt gern Motorrad. Doch dann kommt ihr Mann, ein Polizist, bei einem Autounfall vor ihre Augen ums Leben. Blum trauert, kann sich aber nicht mit der Fahrerflucht abfinden. Dann findet sie heraus, dass mehr hinter dem Unfall steckte und sucht Rache.

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